Mittwoch, 17. November 2010

Nie allein

Er ist mein Hirt.
Und mir fehlt nichts.
Er gibt mir Licht und Leben.
Es ist wie am Wasser.
Er stillt meinen Durst.
Er sagt mir, wie's weitergeht.
Er ist der Gott,
auf den ich

hoffte.


Auch dann,
wenn ich durch eine Nacht

muss (meine Nacht),
gerade dann habe ich keine Angst.
Vor nichts.
Denn es ist einer bei mir -
und das bist Du.
Du gehst mir voraus.
Das ist meine Hoffnung.
Du deckst mir den Tisch.
Meine Feinde sehen es
und können nichts machen.
Du machst mich schön.
Es ist ein Fest!
Und so wird es weitergehen,
solange ich am Leben bin
und sein darf,
bei IHM.

Psalm 23, übertragen von Arnold Stadler


Warnemünde, Ostsee

Mittwoch, 10. November 2010

Achtung

Wir warten
ein Leben lang..

auf den außergewöhnlichen Menschen,

statt die gewöhnlichen um uns her
in solche zu verwandeln.

Hans Urs v. Balthasar

Berlin, Hans-Carossa-Gymnasium
Berlin, Holocaust-Denkmal

Mittwoch, 3. November 2010

Gold


Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Was vorüber schien, beginnt.
Chrysanthemen blühn und frieren.
Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Und du folgst ihr wie ein Kind.

Geh nur weiter. Bleib nicht stehen.
Kehr nicht um, als sei's zuviel.
Bis ans Ende musst du gehen.
Hadre nicht mit den Alleen.
Ist der Weg denn schuld am Ziel?

Geh nicht wie mit fremden Füßen,
und als hätt'st du dich verirrt.
Willst du nicht die Rosen grüßen?
Lass den Herbst nicht dafür büßen,
dass es Winter werden wird.

An den Wegen, in den Wiesen
leuchten, wie auf bunten Fliesen,
Bäume bunt und blumenschön.
Sind's Buketts für sanfte Riesen?
Geh nur weiter. Bleib nicht stehn.

Blätter tanzen sterbensheiter
ihre letzten Menuetts.
Folge folgsam dem Begleiter.
Bleib nicht stehen. Geh nur weiter.
Denn das Jahr ist dein Gesetz.

Nebel zaubern in der Lichtung
eine Welt des Ungefährs.
Raum wird Traum. Und Rauch wird Dichtung.
Folg der Zeit. Sie weiss die Richtung.
"Stirb und werde!" nannte er's...

Der Oktober
Erich Kästner "Die 13 Monate"

Berlin Spandau, an der Wiese, Grenzweg


Montag, 1. November 2010

Immortale

Unsterblich

bin ich immer da,

wo ich als "du" in dieser Welt aufgetreten bin.

Hans-Peter Dürr, Vogue 8/07

Sonntag, 17. Oktober 2010

Merken !

1. Nichts ist unmöglich.

2. In der Ruhe liegt die Kraft.

3. Wir schaffen das schon.

4. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

5. Man kann viel, wenn man sich viel zutraut.

Herzlichen Glückwunsch!


Tunesien, Schott El- Djerid

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Distanz und Nähe


Wie

bin ich

anderen Menschen

nahe

und bleibe doch bei mir?

Colosseum
El Djem, Tunesien


Sonntag, 3. Oktober 2010

In Liebe..

- Wer sein selbst Meister ist
und sich beherrschen kan,

dem ist die weite Welt
und alles unterthan. -

Paul Fleming, ca. 1630

Samstag, 25. September 2010

Behind

Du willst es wissen?

Verlass deinen Horizont..

Geh übers Meer..

weite deine Grenzen
bis zum nächsten
Horizont.


Montag, 20. September 2010

Glauben


Die großen Fragen des Lebens:


Was liegt hinter dem Horizont?

Was beginnt dort,
wo unser Horizont aufhört,
wo unser Sehen, Hören, Riechen, Schmecken,
unser Be-Greifen
endet?

Donnerstag, 26. August 2010

Trip

Wohin immer wir auch reisen,

wir suchen,

wovon wir träumten,

und finden doch stets nur uns selbst.

Günter Kunert

Berlin, Angerburger Allee

Donnerstag, 19. August 2010

de rien


Nichts ist
- sagt der Weise.

Du lässt es entstehen.
Es wird mit dem Wind
Deines Atems verwehen
Unmerklich und leise.

Nichts ist. Sagt der Weise.

Mascha Kaleko

Brandenburg

Freitag, 13. August 2010

Existenz


Nie ist man dem Leben näher

als bei Geburt

und Tod.

Samstag, 7. August 2010

pour Michèle


"Je n'ai nullement peur de la mort..
Je dois accepter qu'elle arrivera.."
Michèle


Julikinder

Wir Kinder im Juli geboren
Lieben den Duft des weißen Jasmin,
Wir wandern an blühenden Gärten hin
Still und in schwere Träume verloren.

Unser Bruder ist der scharlchene Mohn,
Der brennt in flackernden roten Schauern

Im Ährenfeld und auf den heißen Mauern,
Dann treibt seine Blätter der Wind davon.


Wie eine Julinacht will unser Leben
Traumbeladen seinen Reigen vollenden,
Träumen und heißen Erntefesten ergeben,
Kränze von Ähren und rotem Mohn in den Händen.

Hermann Hesse

Engelsfelde, ..unser Feld"

Montag, 2. August 2010

Da sein

Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist, dass sie da sind.

Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut, sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen!

Auszug, Rede an die Abiturienten der HCO 2010
Roswitha Tohermes

Sonntag, 1. August 2010

Zauber




Wunder geschehen denen, die an sie glauben.

Berlin, Hahneberg