Dienstag, 1. Dezember 2009

Kraft

Das weit Verstreute wird zu einem Ganzen,

wenn es zu einer Mitte findet

und gesammelt wirkt.

Denn erst durch eine Mitte wird das Viele

wesentlich und wirklich

und seine Fülle erscheint uns dann als einfach,
fast wie wenig,

wie ruhige Kraft auf nächstes hin,
die unten bleibt

und nahe dem,
was trägt.

Bert Hellinger, aus "Verdichtetes"

Berlin, Reichstag 9.November 2009

Donnerstag, 26. November 2009

Allein

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mit die Welt,
Als mein Leben noch licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern.
Jeder ist allein.

Hermann Hesse, Im Nebel


Berlin, Hahneberg

Montag, 16. November 2009

Bitte


Vertrauen..


dass
alles
gut
werden
darf.

Donnerstag, 12. November 2009

Geborgen

Wenn du durch einen Sturm gehst
Geh erhobenen Hauptes
Und habe keine Angst vor der Dunkelheit
Am Ende des Sturms
Gibt es einen goldenen Himmel
Und das süße, silberhelle Lied einer Lerche

Geh weiter, durch den Wind
Geh weiter, durch den Regen
Auch wenn sich alle deine Träume in Luft auflösen
Geh weiter, geh weiter mit Hoffnung in deinem Herzen
Du wirst niemals alleine gehen
Geh weiter, geh weiter mit Hoffnung in deinem Herzen
Du wirst niemals alleine gehen

Ja, You'll never walk alone..

Margot Käßmann, ..aus der Trauerrede für Robert Enke


Berlin

Montag, 9. November 2009

Chance

Was ist Freiheit ?

..das Gegenteil von Sicherheit?

Müssen wir uns entscheiden zwischen Freiheit und Sicherheit?

..oder lernen wir durch die Freiheit,

die Sicherheit in uns selbst zu finden?

Berlin

Freitag, 6. November 2009

Relax

Herbst..

Sterben..

..in goldener Pracht

oder aber..



bereit sein..



zur Ruhe..

..vor dem Neubeginn.


Sonntag, 1. November 2009

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Einkehr

Dem Seemann ist das dunkle Meer ein klarer Weg.

Du, in des Lebens wirrer Einsamkeit,

Sei dir dein eigener Hafen
(kennst doch keinen anderen).

Fernando Pessoa "Ricardo Reis"

Barcelona

Dienstag, 27. Oktober 2009

être en voie

Blendender Weg, der sich vor Licht verlor,
Sonnengewicht auf allem Weingelände.

Und dann auf einmal, wie im Traum: ein Tor,
breit eingebaut in unsichtbare Wände.

Der Türen Holz ist lang im Tag verbrannt;
doch trotzig dauert auf dem Bogenrand
das Wappen und das Fürstendiadem.

Und wenn du eintrittst, bist du Gast.
- Bei wem?

Und schauernd schaust du in das wilde Land.

Rainer Maria Rilke "Mir zur Feier"

Paris

Freitag, 23. Oktober 2009

Entscheidung

Wohin zieht es mich? Wohin geht mein Weg?

Unruhig werden wir, wenn wir den rechten Weg
noch nicht gefunden haben
oder uns verirrt und verlaufen haben.
Was ist dann zu tun?


Als erstes halten wir inne,
denn jeder Schritt in die falsche Richtung
entfernt uns noch mehr von uns selbst.

Wir sammeln uns und spüren nach:
Wo werde ich am ruhigsten,
auf welchem Weg in welche Richtung?
Auf welchem Weg bleibe ich am sichersten
bei mir und meiner Kraft?

Denn ruhig werden wir im Einklang
mit etwas Naheliegendem,

das möglich ist und unserem innersten Bedürfnis entspricht.

Auf diese Weise tasten wir gleichsam den Horizont ab,
bis wir uns sicher sind,
wohin der eigene Weg führt.

In diese Richtung schauen wir
und tun den ersten Schritt.

aus Bert Hellinger "Erfülltes Dasein"

Mittwoch, 21. Oktober 2009

ganz oben


über allem stehen..
und nicht fallen
-
abheben
-
fliegen

Paris en face








et en courant..

Samstag, 10. Oktober 2009

Suchen

Das Glück

wartet am Wegesrand.

Manchmal muss man sich beugen,
um es zu finden.

Samstag, 3. Oktober 2009

Wellen

Wie kann man lernen,

die Ebben seines Daseins zu überleben?

Wie kann man lernen,

das Wellental zu akzeptieren?

Vielleicht ist die wesentlichste Erkenntnis,
die ich von meinem Strandleben mit nach Hause nehme:

die Erinnerung,
dass jede Phase der Welle gültig ist,


..dass das Meer ewig verebbt und flutet.

aus Anne Morrow Lindbergh "Muscheln in meiner Hand"

Barcelona

Donnerstag, 1. Oktober 2009